Trendwende im Leasing Geschäft

Dolomiten_28.11.2014
Trendwende auf dem italienischen Leasingmarkt
Kürzere Laufzeiten für Unternehmen und neue Möglichkeiten für Freiberufler sorgen für Wachstumsraten – heuer wird ein Plus von zehn Prozent erwartet

Nach deutlichen Rückgängen im Jahr 2013 geht es auf dem italienischen Leasingmarkt in diesem Jahr wieder leicht bergauf. „2014 hat die Anfrage deutlich angezogen, wir erwarten für den italienischen Gesamtmarkt ein Plus von zehn Prozent und im Immobilienbereich ein Plus von 40 Prozent“, erklärt Dr. Michael Meyer, Delegierter des Verwaltungsrates der Hypo Vorarlberg Leasing. Zum Vergleich: 2013 ging das Leasingvolumen in Italien um mehr als 12 Prozent zurück, das Immobilienleasing sogar um 18 Prozent. In Südtirol sank das gesamte Leasingvolumen im gleichen Zeitraum um 12 Prozent. „Auch in Südtirol ist in diesem Jahr ein Aufwärtstrend spürbar“, sagt Meyer.

Stabilitätsgesetz und Freiberufler als Turbo
Der Hauptgrund für die Trendwende liege im Stabilitätsgesetz 2014, mit dem die Leasinglaufzeiten steuerlich verkürzt wurden. Lag die Abschreibedauer in der Vergangenheit bei 18 Jahren, so können Liegenschaften nun über nur zwölf Jahre abgeschrieben werden. Voraussetzung dafür ist ein Leasingvertrag, der nach dem 1. Jänner 2014 abgeschlossen wurde. Meyer: „Damit wurde Leasing gegenüber dem Kredit wieder wesentlich attraktiver.“

Außerdem kommen seit Jahresbeginn auch Freiberufler wie Ärzte oder Rechtsanwälte in den Genuss der verkürzten Laufzeiten. „Auch in diesem Bereich verbuchen wir heuer eine deutlich gesteigerte Nachfrage. Wir rechnen damit, zwischen zehn und 15 Prozent des Neuvolumens mit Freiberuflern zu generieren“, berichtet Christian Fischnaller, Vertriebsleiter der Hypo Vorarlberg Leasing.

Insgesamt sei das Investitionsklima der Südtiroler Wirtschaft gedämpft, sagt Fischnaller: „Gerade die Baubranche befindet sich in einer weiterhin schwierigen Situation, das gilt teilweise auch für den Dienstleistungsbereich und das Gastgewerbe.“ Gut funktionieren würden Nischenplayer und exportorientierte Unternehmen. Der Immobilienmarkt entwickle sich nach wie vor sehr schwach. „Das bedeutet, dass wir neue Finanzierungen sehr vorsichtig gewähren und das bestehende Portfolio umsichtig abwickeln.“ Die Hypo Vorarlberg Leasing setze auf das Direktgeschäft mit ausgewählten Kunden in der Region und auf den Vertrieb über Bankpartner.

Fokus auf die Region Südtirol / Trentino
In Zukunft werde die Hypo Vorarlberg Leasing auch weiterhin Projekte im Energiebereich finanzieren. Michael Meyer: „Dieser Markt ist und bleibt für uns ein wichtiger Sektor. Allerdings beurteilen wir die Änderung der Vergütungspolitik des italienischen Staates im Photovoltaikbereich kritisch.“ Maßnahmen wie die rückwirkende Kürzung bei der Einspeisevergütung für bestehende Anlagen würden kein gutes Licht auf Italien werfen und ausländische Investoren abschrecken.

Man werde sich zukünftig stark auf die Region Südtirol / Trentino konzentrieren. So finanziert die Hypo Vorarlberg Leasing zum Beispiel das Wäscherei-Vorzeigeprojekt der Firma Haas, die in Pfatten die neue Südtiroler Krankenhauswäscherei errichtet. Betrieben wird die Wäscherei als Public Private Partnership, das gesamte Investitionsvolumen beträgt 15 Millionen Euro. Ein weiteres Referenzprojekt ist das Wasserkraftwerk der Rabbies Energia 2 SRL im Trentino mit einem Leasingvolumen von acht Millionen Euro.

Über die Hypo Vorarlberg Leasing AG
Die Hypo Vorarlberg Leasing AG ist ein Unternehmen der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, einem internationalen Finanzinstitut mit „A2“ Rating. Der Leasingfinanzierer mit Sitz in Bozen sowie Filialen in Como und Treviso beschäftigt 34 Mitarbeiter. Im Vorjahr betrug das Neuvolumen 50 Millionen Euro, für heuer sind knapp 75 Millionen geplant.

Im Bereich Immobilienleasing ist die Hypo Vorarlberg Leasing mit einem Anteil von 40 Prozent Marktführer in der Region Südtirol / Trentino.

Die Hypo Vorarlberg im Internet: www.hypoleasing.it